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Artikel · 2026-09-16

Was kostet EPR? Verpackungsgebühren und Ökomodulation nach Land

EPR-Gebühren sind Kilogramm je Material mal einem Satz von System oder Staat, oft nach Recycelbarkeit gestaffelt. Echte Zahlen 2026 aus fünf Ländern.

EPR-Gebühren sind kein europäischer Einheitspreis. Jedes Land legt seine eigenen fest, und derselbe Karton kostet an jeder Grenze etwas anderes. Hier die kurzen Antworten, mit an der Quelle geprüften Zahlen.

Was kostet EPR?

Eine einzige Zahl gibt es nicht. Die Gebühr legt das System oder der Staat fest, je Material, und sie ändert sich jedes Jahr. Was wir für 2026 geprüft haben:

- Frankreich: unter 10 000 Einheiten im Jahr eine Pauschale — Citeo 110 EUR (2026), Adelphe 80 EUR (2025); Léko begrenzt eine vereinfachte Meldung unter 20 000 Einheiten auf 150 EUR.
- Schweden: NPA verlangte rund 6,67 SEK/kg für gut recycelbares Papier gegenüber 9,65 für das übrige, und rund 13,40 SEK/kg für gut recycelbaren Kunststoff gegenüber 18–20. Dazu eine Aufsichtsgebühr von 1 250 SEK im Jahr.
- Italien: ab 1. Oktober 2026 reichen die Kunststoffbänder von CONAI von 51 EUR/t (A1.1) bis 922 EUR/t (C).
- Tschechien: 800 CZK für den Eintrag ins Register und 800 CZK in jedem Folgejahr (Gesetz 477/2001, § 30). Wessen EKO-KOM-Vertrag die gesamte Verpackung abdeckt, wird nicht eingetragen; er zahlt die gewichtsbasierte Gebühr an EKO-KOM, und EKO-KOM zahlt die jährlichen 800 CZK je Kunde.
- Ungarn: ein Satz je Kilogramm, per Ministerverordnung festgelegt und von MOHU vierteljährlich in Rechnung gestellt.

Wie werden EPR-Verpackungsgebühren berechnet?

Fast überall gleich:

in Verkehr gebrachte Kilogramm × Satz für dieses Material, angepasst an die Recycelbarkeit, wo das Land moduliert.

Ungarn schreibt es ins Gesetz: Die Gebühr ist die Menge aus der Quartalsmeldung mal dem Einheitssatz für diesen Gebührencode (Regierungsverordnung 80/2023, § 20). Frankreich ist am unteren Ende die Ausnahme — es zählt Einheiten, nicht Gewicht — sechs Länder, sechs Zähleinheiten.

Was ist Ökomodulation?

Eine Gebühr, die sich nach der Recycelbarkeit richtet: leicht recycelbar zahlt weniger, schwer recycelbar mehr. Laut unserer Ländertabelle am 16. September 2026:

- Moduliert: 13 Länder — BE, CZ, DE, DK, ES, FI, FR, GR, IE, IT, NL, PT, SE.
- Nicht moduliert: 13 Länder — BG, CY, EE, HR, HU, LT, LU, LV, MT, PL, RO, SI, SK.
- Nicht belegt: 1 — AT.

Das tschechische Gesetz verlangt, dass das System moduliert, wo es möglich ist, und für qualifizierte Mehrwegverpackung weniger verlangt als für Einweg (Gesetz 477/2001, § 21).

Warum sind EPR-Gebühren in jedem Land anders?

Weil die Systeme national sind. Die Sätze bezahlen die Sammlung und Sortierung des jeweiligen Landes, und jedes Land entscheidet, ob ein System, mehrere konkurrierende Systeme oder der Staat das Geld einnimmt. Italien zeigt, wie weit Materialien schon innerhalb eines Landes auseinanderliegen: Band C kostet achtzehnmal so viel wie Band A1.1.

Was treibt die Gebühr nach oben?

- Fehlende Daten. Wo in Italien ein Strom Bänder mischt, die sich nicht trennen lassen, gilt das höchste Band.
- Schwer recycelbares Material. PVC und Carbon Black liegen in Italiens teuerstem Band.
- Mehrweg als Einweg gezählt. In Ungarn zahlt Mehrwegverpackung nur beim ersten Inverkehrbringen (§ 22/C).

Was senkt die Gebühr?

- Mehrwegverpackung — Dänemark: Wer nur Mehrwegverpackung hat, zahlt an kein Kollektivsystem; er zahlt Verwaltungsgebühren und die Behandlung dessen, was er zurücknimmt.
- Pfandverpackung — Ungarn: Verpackung im Pflichtpfandsystem zahlt keine EPR-Gebühr (§ 15 Abs. 2).
- Nachgewiesene Ausfuhr — Ungarn: Ein Käufer, der erklärt, dass mindestens 60 % ausgeführt werden, nimmt dem Verkäufer die Gebühr ab (§ 22).

Ist die EPR-Gebühr eine Steuer?

Nein. Sie bezahlt das System für Sammlung und Verwertung. Eine Verpackungssteuer ist davon getrennt und geht an die Steuerbehörde — Die Verpackungssteuer ist nicht die Lizenzgebühr. Neu im Thema — Was ist EPR für Verpackungen.

Was eine Tabellenkalkulation hier nicht kann

Eine Kilogrammsumme lässt sich nicht bepreisen. Die Gebühr braucht die Aufteilung nach Material, Recycelbarkeit, Land und Mehrweg gegenüber Einweg — und in Italien wird eine fehlende Aufteilung zum höchsten Satz berechnet.

Was Tarafex tut

Es hält diese Aufteilung aus den Sendungen fest, die Sie ohnehin erfassen: eine Zeile je Komponente, ihr Material, ihr Gewicht am Versandtag eingefroren, Mehrweg neben der Einwegsumme, und jedes Gewicht als gemessen oder geschätzt markiert. Die Ländertabelle enthält System und Quelle jedes Landes. Tarafex berechnet nicht das Geld — es liefert die Kilogramm, auf die der Preis angewendet wird.

Was kostet die Verpackungs-EPR in Deutschland?

Deutschland hat keinen staatlichen Tarif. Rund zehn duale Systeme stehen im Wettbewerb und setzen ihre Preise selbst; dieselbe Verpackung kostet also je nach Vertrag unterschiedlich viel, und die veröffentlichten Zahlen sind Einstiegspreise, keine Kilogrammsätze. Am 19. September 2026 an der Quelle gelesen: PreZero Dual wirbt mit einer Lizenz ab 79,00 EUR, mit Preisstabilität im laufenden Lizenzjahr, einem Jahr Mindestlaufzeit und drei Monaten Kündigungsfrist; Recycling Dual, seit Juli 2026 Teil von EKO-PUNKT und über EASY-LIZE lizenzierend, nennt Preise ab 99,99 EUR im Jahr.

Wichtiger als der Preis ist die Reihenfolge. Zuerst die Registrierung in LUCID, kostenlos; dann der Systemvertrag, für den Sie zahlen; und anschließend muss die lizenzierte Menge zurück nach LUCID gemeldet werden. Ein Vertrag ohne diese Meldung lässt im Register eine Zahl stehen, die Sie nie bestätigt haben.

Was kostet die Verpackungs-EPR in Spanien?

Spanien veröffentlicht seine Tarife, Deutschland nicht. Aus dem Preisrechner von Ecoembes selbst, gelesen am 19. September 2026, die Haushaltstarife 2026 je Kilogramm: Papier und Karton 0,117 EUR, Stahl 0,197, Aluminium 0,040, Glas 0,03761, Holz und Kork 0,030, PET-Flaschen 0,267, HDPE starr 0,282, sonstige starre Kunststoffe 0,773 und flexible Kunststofffolie 1,269 EUR — bei gleichem Gewicht mehr als das Zehnfache des Kartontarifs. Die Liste 2027 ist bereits veröffentlicht; die gewerblichen Tarife 2027 sind dort noch als vorläufig gekennzeichnet.

Der größte Unterschied in der spanischen Tabelle liegt gar nicht zwischen den Materialien. Gewerbliche Verpackung kostet 0,0025 EUR/kg, wenn der Endbesitzer mehr als 85 Prozent seiner Verpackungsabfälle privat entsorgt, gegenüber 0,173 EUR/kg für starre Kunststoffe, wenn nicht. Dieselbe Palettenfolie ist rund siebzigmal teurer, je nachdem, wer sie erhält — damit entscheidet die Kundenliste über die Rechnung, nicht die Verpackung.

Die spanische Kunststoffsteuer ist wieder etwas anderes und nicht dieses Entgelt: die Verpackungssteuer ist nicht die Lizenzgebühr.

Was kostet die Verpackungs-EPR in Polen?

Polen veröffentlicht ebenfalls Tarife, aber sie sind das Gegenteil der spanischen: die *opłata produktowa* ist als Sanktion angelegt für einen Hersteller, der die gesetzlichen Sammel- und Recyclingquoten nicht erreicht, und nicht als Preis für die Teilnahme. So steht es in der Folgenabschätzung des Ministeriums selbst. Die dort festgelegten Sätze: 1,00 PLN je Kilogramm für Einweg-Kunststoffflaschen für Getränke bis drei Liter aus der Rezyklatpflicht, 2,00 PLN je Kilogramm für Verpackungen gefährlicher Stoffe und für Pfandverpackungen eine steigende Leiter von 0,10, 1,00 und 5,00 PLN je Kilogramm für 2025, 2026 und ab 2027. Alle übrigen Sätze bleiben auf dem Stand von 2014.

Was ein gewöhnlicher polnischer Inverkehrbringer tatsächlich zahlt, steht daher in keiner Verordnung. Es ist der Vertrag mit einer Verwertungsorganisation — auf der Konsultationsliste des Ministeriums standen 45 davon — und dieser Preis ist kaufmännisch, wie in Deutschland. Die veröffentlichte Zahl sagt, was das Scheitern kostet.

Was kostet die Verpackungs-EPR in den Niederlanden?

Die Niederlande sind noch einmal ein anderes Modell: eine Organisation, Verpact, setzt eine veröffentlichte Tabelle mit Kilogrammtarifen je Material, und eine Gewichtsschwelle entscheidet, ob überhaupt gezahlt wird. Das Unternehmensportal des Staates nennt diese Schwelle mit 50.000 kg Verpackung im Jahr — darunter in der Regel keine Meldung und kein Entgelt — ausgenommen Einweg-Kunststoffverpackung, die unabhängig vom Gewicht zählt; die Regel trifft auch ein ausländisches Unternehmen, das direkt an niederländische Verbraucher verkauft.

Von der Tarifseite von Verpact selbst, gelesen am 19. September 2026: die Tarife 2026 liegen auf dem Niveau von 2025 für Glas, Kunststoff, Papier und Karton, sonstige Metalle und Holz; Getränkekartons und Aluminium steigen, Aluminium weil weniger Dosen im Strom einen kleineren und teureren Materialstrom zurücklassen; und der Rabatt für den Einsatz von Rezyklat wurde auf 0,20 EUR je Kilogramm angehoben. ⚠️ Die Kilogrammtabelle selbst steht in einem Dokument, das wir heute an der Quelle nicht lesen konnten. Die kursierenden Zahlen — formstabiler Kunststoff 1,22 EUR/kg, flexibler 1,32, Papier und Karton 0,017 — stammen von Dritten, nicht von der Seite von Verpact, und stehen hier deshalb als unbestätigt.

Dieser Abstand ist ohnehin der Punkt: Papier unter zwei Cent gegen flexiblen Kunststoff über einem Euro ist etwa der Faktor siebzig auf demselben Kilogramm, und die niederländische Tarifdifferenzierung verschiebt das anschließend noch einmal danach, wie gut sich das Stück recyceln lässt.

Was kostet die Verpackungs-EPR in Tschechien?

Tschechien veröffentlicht die ausführlichste Tabelle der fünf, und sie beantwortet eine Frage, die die anderen offenlassen: was dasselbe Material kostet, je nachdem, wofür die Verpackung da ist. Aus der Preisliste von EKO-KOM selbst, gültig ab 1. Januar 2026, gelesen am 19. September 2026, alle Preise ohne MwSt.

Einweg-Kunststoff als Verkaufsverpackung liegt bei etwa 15.546 bis 15.839 CZK je Tonne, die schwierigen Kunststoffe höher — 24.066 CZK/t. Derselbe Einweg-Kunststoff als Um- oder Transportverpackung kostet 830 CZK je Tonne, und 200 CZK je Tonne, wenn er aus Rezyklat besteht. Das ist rund neunzehnmal günstiger in der Transportrolle und noch einmal viermal günstiger für Rezyklat. Papier als Transportverpackung: 398 CZK/t, Holz 1.817, Glas 1.852, Textil 2.052.

Und die Zeile, die man zweimal lesen sollte: Mehrwegverpackung nach § 13 Abs. 3 des Gesetzes 477/2001 kostet 0 CZK je Tonne — jedes Material, jede Rolle, null. Eine Palette, die für Mehrweg gebaut und genutzt wird, trägt gar kein EKO-KOM-Entgelt; zu demselben Ergebnis kommt Dänemark auf anderem Weg.

Zusätzlich zum Gewicht trägt der Vertrag ein Entgelt von 1.600 CZK im Jahr, und Einweg-Kunststoffartikel nach § 10a zahlen für die Abfallbeseitigung 859 CZK je Tonne.

Quellen: Tarafex-Ländertabelle; Frankreich: Citeo, ADEME, Léko, Adelphe 2025, Projet Celsius; Schweden: NPA, Naturvårdsverket; Italien: CONAI; Tschechien: Gesetz 477/2001; Ungarn: Regierungsverordnung 80/2023; Dänemark: Miljøstyrelsen. Geprüft am 16. September 2026. Dies ist eine Information, keine Rechtsberatung.

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